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ARNOLD FIEDLER Schwarze Landschaft nach Sturm - Ausstellung zum 50. Jahrestag der Hamburger Sturmflut von 1962
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07.12.2011, 10:13 Uhr, Malerei und Gemälde
Der Hamburger Künstler erlebte als Augenzeuge die schwere Sturmflut von 1962. Eine Ausstellung in der galerie carstensen zeigt ab dem 24. Februar 2012 anlässlich des 50. Jahrestages der Hamburger Sturmflut Arnold Fiedlers 'Sturmflutbilder' im Kontext seines Gesamtwerkes. Begleitend erscheint ein reich bebilderter Ausstellungskatalog.
In diesem Februar jährt sich die schwere Hamburger Sturmflut von 1962 zum fünfzigsten Mal. Sie ist als Katastrophe tief im kollektiven Gedächtnis der Stadt verwurzelt. Der in Paris und Hamburg lebende Künstler Arnold Fiedler hatte diese Naturkatastrophe als Augenzeuge miterlebt und in eine Serie von komplexen Tuschzeichnungen übersetzt.
Fiedler legte die Elbe mit tiefschwarzer japanischer Tusche als einen dunklen Farbstrom mit festen horizontal ausgeführten Pinselbewegungen auf das Papier. Die kraftvoll aufgetragenen schwarzen Flächen symbolisierten für ihn die unbändige Kraft des Stromes, dessen Wasser sich schwer über die schlafende Stadt ergossen hatte. Bei einigen Bildern füllte das Schwarz fast das gesamte Blatt. Darüber ritzte und zeichnete Arnold Fiedler vertikal ein feines Liniennetz, die für den stilisierten Plan der Stadt und Teile der Hafenarchitektur stehen. Die Zerbrechlichkeit menschlichen Lebens angesichts der hier wirkenden Naturkräfte wird aus diesen kraftvollen Blättern noch heute unmittelbar deutlich.
Arnold Fiedler(1900 - 1985), aufgewachsen am Hamburger Hafen, später am Pariser Montparnasse und am Hamburger Grindel lebend, hat häufig urbane Themen variiert. Die Vielfältigkeit des urbanen Lebens ist überhaupt eine wesentliche Inspiration für das gesamte Werk des Künstlers. Stilisierte Stadtpläne, Bilder nächtlicher Städte und urbanen Lebens treten in allen Werkphasen von Arnold Fiedler und in den unterschiedlichsten Abstraktionsgraden auf.
Der Hamburger Galerist Holger Carstensen präsentiert in seiner Ausstellung neben den "Schwarzen Landschaften nach Sturm", die unter dem Eindruck der 1962er Sturmflut entstanden sind, weitere abstrahierte Stadtpläne und Arbeiten auf Papier aus den kunstgeschichtlich besonders wertvollen 1950er und 1960er "Pariser Jahren" des Künstlers sowie aus dessen poetischen Spätwerk. Damit werden die noch vorhandenen 13 Blätter dieser Serie erstmals seit Ihrer Entstehung wieder komplett der Öffentlichkeit präsentiert.
Die Ausstellung in der beim Hamburger Grossneumarkt gelegenen galerie carstensen wird am Donnerstag, den 23. Februar 2012 / 19h von der versierten Kunsthistorikerin Dr. Maike Bruhns eröffnet.
ARNOLD FIEDLER (1900-1985): Schwarze Landschaften nach Sturm
24. Februar - 1. April 2012
galerie carstensen
Brüderstrasse 9
20355 Hamburg
Vernissage: Donnerstag, den 23. 2. 2012/ 19h
Einführung: Dr. Maike Bruhns
Die Ausstellung ist danach Mittwoch bis Freitag von 13h-19h sowie Sonnabends von 12h-16h geöffnet. Der Eintritt ist frei.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit zahlreichen werkbiografischen Erläuterungen und zeitgeschichtlichen Dokumenten. Der Katalog ist ab dem 15.12.2011 im gut sortierten Fachhandel oder direkt in der galerie carstensen erhältlich:
Holger Carstensen (Hg.): Schwarze Landschaft nach Sturm. Arnold Fiedler erlebt die Hamburger Sturmflut von 1962 24 Seiten, Broschur. Verlag Cord Oltmanns, Hamburg
ISBN 978-3-9813552-7-7 EUR 10,00 inkl. 7% MwSt.
Arnold Fiedler (1. März 1900 - 6. März 1985) Schüler von Arthur Illies und Julius Wohlers an der Kunstgewerbeschule in Hamburg. Mitglied der späten Hamburgischen Sezession. 1937 Emigration nach Paris und US-Kriegsgefangenschaft. 1946 Gründungsmitglied des Baukreises. In den 1950er/60er Jahren Ateliers in Hamburg und Paris. Studienreisen nach Italien, Brasilien, Tunesien. Zahlreiche Auszeichnungen, u.a. 1956 Edwin-Scharff-Preis, 1958 und 1967 Ehrengast in der Villa Massimo, 1980 Senator-Biermann-Ratjen-Medaille und "Ehrensold" der Stadt Hamburg.
Werke von Arnold Fiedler befinden sich zahlreichen öffentlichen Sammlungen und Museen, u.a. Hamburger Kunsthalle, Museum für Kunst und Gewerbe/Hamburg, Schloss Gottorf, Sammlung Bunte, NDR Kunstsammlung, SAGA Kunstsammlung, Sammlung HASPA sowie in Sammlungen u.a. in Frankreich, Grossbritannien, Japan, Norwegen, der Schweiz und den USA. Eine Aktualisierung des Werkverzeichnisses ist in Vorbereitung.
Publikationen zum Werk von Arnold Fiedler (Auswahl)
*Heinz Spielmann: Sonderborg meets Fiedler. Zwei Wege einer Malerei, Hamburg 2011
*Holger Carstensen: Arnold Fiedler. Poesie und Optimismus, Hamburg 2010
*Friederike Weimar: Arnold Fiedler. Arbeiten auf Papier, Hamburg 2000
*Armin Sandig: Der Maler Arnold Fiedler, Neumünster 1995
*Hanns Theodor Flemming: Arnold Fiedler, Hamburg 1980
*Otto Stelzer: Arnold Fiedler (im Jahrbuch der Freien Akademie der Künste), Hamburg 1962
Dr. Maike Bruhns - Studium der Germanistik und Kunstgeschichte an den Universitäten München und Hamburg. 1986 Dissertation: Anita Rée - Leben und Werk einer Hamburger Malerin 1885 - 1933. Die freiberufliche Kunsthistorikerin wirkt als Kuratorin in öffentlichen und privaten Sammlungen und erhielt verschiedene Forschungsaufträge. Dazu zahlreiche Ausstellungen und kunstwissenschaftliche Veröffentlichungen. Forschungsschwerpunkte sind insbesondere die Hamburgische Sezession (1919 - 1933) und der Hamburger Expressionismus sowie die Kunst im "Dritten Reich", ausgegrenzte Künstler und Kunst im Exil.
Die galerie carstensen hat sich auf gegenständliche Kunst spezialisiert. Schwerpunkte des Programms bilden Malerei und Druckgrafik der klassischen Moderne sowie der Gegenwartskunst. Skulpturen und Fotografie sind wertvolle Ergänzungen. Ausgehend von norddeutschen Künstlern vertritt die Galerie inzwischen überregionale Positionen und fördert auch junge künstlerische Sichtweisen. Für den Bestand der Galerie werden ständig qualitativ gute Gemälde, Aquarelle, Original-Künstlergrafik und Zeichnungen von deutschen, speziell Hamburger Künstlern angekauft. Auch komplette Sammlungen, private und Künstlernachlässe können übernommen werden.
In diesem Februar jährt sich die schwere Hamburger Sturmflut von 1962 zum fünfzigsten Mal. Sie ist als Katastrophe tief im kollektiven Gedächtnis der Stadt verwurzelt. Der in Paris und Hamburg lebende Künstler Arnold Fiedler hatte diese Naturkatastrophe als Augenzeuge miterlebt und in eine Serie von komplexen Tuschzeichnungen übersetzt.
Fiedler legte die Elbe mit tiefschwarzer japanischer Tusche als einen dunklen Farbstrom mit festen horizontal ausgeführten Pinselbewegungen auf das Papier. Die kraftvoll aufgetragenen schwarzen Flächen symbolisierten für ihn die unbändige Kraft des Stromes, dessen Wasser sich schwer über die schlafende Stadt ergossen hatte. Bei einigen Bildern füllte das Schwarz fast das gesamte Blatt. Darüber ritzte und zeichnete Arnold Fiedler vertikal ein feines Liniennetz, die für den stilisierten Plan der Stadt und Teile der Hafenarchitektur stehen. Die Zerbrechlichkeit menschlichen Lebens angesichts der hier wirkenden Naturkräfte wird aus diesen kraftvollen Blättern noch heute unmittelbar deutlich.
Arnold Fiedler(1900 - 1985), aufgewachsen am Hamburger Hafen, später am Pariser Montparnasse und am Hamburger Grindel lebend, hat häufig urbane Themen variiert. Die Vielfältigkeit des urbanen Lebens ist überhaupt eine wesentliche Inspiration für das gesamte Werk des Künstlers. Stilisierte Stadtpläne, Bilder nächtlicher Städte und urbanen Lebens treten in allen Werkphasen von Arnold Fiedler und in den unterschiedlichsten Abstraktionsgraden auf.
Der Hamburger Galerist Holger Carstensen präsentiert in seiner Ausstellung neben den "Schwarzen Landschaften nach Sturm", die unter dem Eindruck der 1962er Sturmflut entstanden sind, weitere abstrahierte Stadtpläne und Arbeiten auf Papier aus den kunstgeschichtlich besonders wertvollen 1950er und 1960er "Pariser Jahren" des Künstlers sowie aus dessen poetischen Spätwerk. Damit werden die noch vorhandenen 13 Blätter dieser Serie erstmals seit Ihrer Entstehung wieder komplett der Öffentlichkeit präsentiert.
Die Ausstellung in der beim Hamburger Grossneumarkt gelegenen galerie carstensen wird am Donnerstag, den 23. Februar 2012 / 19h von der versierten Kunsthistorikerin Dr. Maike Bruhns eröffnet.
ARNOLD FIEDLER (1900-1985): Schwarze Landschaften nach Sturm
24. Februar - 1. April 2012
galerie carstensen
Brüderstrasse 9
20355 Hamburg
Vernissage: Donnerstag, den 23. 2. 2012/ 19h
Einführung: Dr. Maike Bruhns
Die Ausstellung ist danach Mittwoch bis Freitag von 13h-19h sowie Sonnabends von 12h-16h geöffnet. Der Eintritt ist frei.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit zahlreichen werkbiografischen Erläuterungen und zeitgeschichtlichen Dokumenten. Der Katalog ist ab dem 15.12.2011 im gut sortierten Fachhandel oder direkt in der galerie carstensen erhältlich:
Holger Carstensen (Hg.): Schwarze Landschaft nach Sturm. Arnold Fiedler erlebt die Hamburger Sturmflut von 1962 24 Seiten, Broschur. Verlag Cord Oltmanns, Hamburg
ISBN 978-3-9813552-7-7 EUR 10,00 inkl. 7% MwSt.
Arnold Fiedler (1. März 1900 - 6. März 1985) Schüler von Arthur Illies und Julius Wohlers an der Kunstgewerbeschule in Hamburg. Mitglied der späten Hamburgischen Sezession. 1937 Emigration nach Paris und US-Kriegsgefangenschaft. 1946 Gründungsmitglied des Baukreises. In den 1950er/60er Jahren Ateliers in Hamburg und Paris. Studienreisen nach Italien, Brasilien, Tunesien. Zahlreiche Auszeichnungen, u.a. 1956 Edwin-Scharff-Preis, 1958 und 1967 Ehrengast in der Villa Massimo, 1980 Senator-Biermann-Ratjen-Medaille und "Ehrensold" der Stadt Hamburg.
Werke von Arnold Fiedler befinden sich zahlreichen öffentlichen Sammlungen und Museen, u.a. Hamburger Kunsthalle, Museum für Kunst und Gewerbe/Hamburg, Schloss Gottorf, Sammlung Bunte, NDR Kunstsammlung, SAGA Kunstsammlung, Sammlung HASPA sowie in Sammlungen u.a. in Frankreich, Grossbritannien, Japan, Norwegen, der Schweiz und den USA. Eine Aktualisierung des Werkverzeichnisses ist in Vorbereitung.
Publikationen zum Werk von Arnold Fiedler (Auswahl)
*Heinz Spielmann: Sonderborg meets Fiedler. Zwei Wege einer Malerei, Hamburg 2011
*Holger Carstensen: Arnold Fiedler. Poesie und Optimismus, Hamburg 2010
*Friederike Weimar: Arnold Fiedler. Arbeiten auf Papier, Hamburg 2000
*Armin Sandig: Der Maler Arnold Fiedler, Neumünster 1995
*Hanns Theodor Flemming: Arnold Fiedler, Hamburg 1980
*Otto Stelzer: Arnold Fiedler (im Jahrbuch der Freien Akademie der Künste), Hamburg 1962
Dr. Maike Bruhns - Studium der Germanistik und Kunstgeschichte an den Universitäten München und Hamburg. 1986 Dissertation: Anita Rée - Leben und Werk einer Hamburger Malerin 1885 - 1933. Die freiberufliche Kunsthistorikerin wirkt als Kuratorin in öffentlichen und privaten Sammlungen und erhielt verschiedene Forschungsaufträge. Dazu zahlreiche Ausstellungen und kunstwissenschaftliche Veröffentlichungen. Forschungsschwerpunkte sind insbesondere die Hamburgische Sezession (1919 - 1933) und der Hamburger Expressionismus sowie die Kunst im "Dritten Reich", ausgegrenzte Künstler und Kunst im Exil.
Die galerie carstensen hat sich auf gegenständliche Kunst spezialisiert. Schwerpunkte des Programms bilden Malerei und Druckgrafik der klassischen Moderne sowie der Gegenwartskunst. Skulpturen und Fotografie sind wertvolle Ergänzungen. Ausgehend von norddeutschen Künstlern vertritt die Galerie inzwischen überregionale Positionen und fördert auch junge künstlerische Sichtweisen. Für den Bestand der Galerie werden ständig qualitativ gute Gemälde, Aquarelle, Original-Künstlergrafik und Zeichnungen von deutschen, speziell Hamburger Künstlern angekauft. Auch komplette Sammlungen, private und Künstlernachlässe können übernommen werden.
Autor / Kontakt:
NACHLASS ARNOLD FIEDLER
Herr Holger Carstensen
Hamburg-Bergedorf
NACHLASS ARNOLD FIEDLER
Herr Holger Carstensen
Hamburg-Bergedorf
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